Das habe ich in der Forschung vor

In der Vergangenheit lag ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Forschungstätigkeit bei der Untersuchung mathematischer Kompetenzen von Schulanfängern (vgl. Potsdamer Studien zur Grundschulforschung 30, 31 und 34). Es zeigten sich schon zum Schulbeginn erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Kindern. Da diese unter anderem auf eine unterschiedliche Förderung im Vorschulalter zurückgeführt werden können, kam ich zur Untersuchung mathematischer Bildung im Kindergarten. Die Veröffentlichung der umfangreichen Ergebnisse dieses Forschungsprojektes ist z.Z. noch nicht abgeschlossen.
Im Rahmen des Projektes MaBiK wurde von mir ein standardisierter Fragebogen zur Erhebung der Einstellungen und Überzeugungen von Erzieherinnen und Erziehern zur Mathematik und zur mathematischen Bildung im Kindergarten entwickelt.
Ein Ergebnis des Projektes MaBiK war, dass es sehr unterschiedliche Ansätze gibt, wie die Arbeit an mathematischen Inhalten im Kindergarten gestaltet wird. Zur Beschreibung der Qualität der Arbeit im Kindergarten gibt es zwar allgemeine Beobachtungsinstrumente, die jedoch Aspekte, welche aus mathematikdidaktischer Sicht bedeutsam sind, nur unzureichend abbilden. Deshalb habe ich das amerikanische Instrument „Classroom Observation of Early Mathematics – Environment and Teaching (COEMET)” (Clements und Sarama 2008, 2009) für Deutschland adaptiert. Dazu besteht eine Kooperation mit Prof. Douglas H. Clements, State University of New York at Buffalo, USA. Die von mir entwickelte deutsche COEMET-Version BEMBEL („Beobachtung elementarer mathematischer Bildung – Einrahmung und Lernprozesse”) bedarf jedoch noch weiterer Entwicklung und Evaluation.
Sowohl der von mir entwickelte Fragebogen als auch BEMBEL sollen im Forschungsprojekt „Struktur, Niveau und Entwicklung professioneller Kompetenzen von Erzieherinnen im Bereich Mathematik (KomMa)” eingesetzt werden, das z.Z. vorbereitet wird. Dieses Forschungsprojekt wird von mir in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Blömeke, Frau Prof. Dr. Grassmann (beide HU Berlin), Herrn Prof. Dr. Wedekind (ASH Berlin), Herrn Prof. Dr. Mosvold (Univ. Stavanger) und der Königin Mauds Hochschule für Vorschullehrerausbildung in Trondheim (Norwegen) durchgeführt, an der ich eine Stelle als ao. Professor innehabe.
Im Rahmen des Projektes soll
  1. ein anforderungsbezogenes und zugleich curricular valides Modell der professionellen Kompetenz von Erzieherinnen und Erziehern zur Förderung mathematischer Fähigkeiten im Kindergarten sowie
  2. ein fachbezogener Test zur Erhebung der professionellen Kompetenzen von Erzieherinnen und Erziehern, die nötig sind, um Kinder in den informellen Settings des Kindergartens mathematisch zu fördern, entwickelt,
  3. die Kompetenzentwicklung bei Erzieherinnen und Erziehern vom Beginn der Ausbildung bis in den Beruf hinein analysiert und
  4. förderliche Kontextbedingungen für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern im nationalen und internationalen Vergleich identifiziert werden.
Das Projekt wird sowohl in Deutschland als auch in gleicher Weise in Norwegen durchgeführt, so dass beide Länder miteinander verglichen werden können. Es wurde bereits Mittel vom BMBF bewilligt. In Norwegen muss noch ein entsprechender Antrag gestellt werden.

Literatur


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