Das ist mir in der Lehrerbildung wichtig

Lehrerkompetenzen haben einen bedeutenden Einfluss auf die schulische Entwicklung und den Schulerfolg der Schülerinnen und Schüler (vgl. Lipowsky 2006). Sie umfassen ein Bündel von körperlichen und geistigen Fähigkeiten (Frey 2004, 904), die sich mit einem hierarchischen Strukturmodell beschreiben lassen. Ein solches Modell wurde im Rahmen des Projektes COACTIV speziell für Mathematiklehrkräfte ausdifferenziert (Krauss u.a. 2004, 36). Danach gehören zur professionellen Handlungskompetenz neben dem Professionswissen auch Überzeugungen, motivationale Orientierungen und selbstregulative Fähigkeiten. Bei der Entwicklung beruflicher Fähigkeiten spielen neben der kognitiven auch eine moralische und eine handlungspraktische Dimension eine Rolle, wobei bei allen drei Dimensionen ein balanciertes Verhältnis von Reflexion und Routine erreicht werden muss (Terhart 2006, 239).


Universitäre Lehrveranstaltungen zur Lehrerbildung zielen in erster Linie auf die Entwicklung von Professionswissen, wobei dem Schwerpunkt Mathematik hier insbesondere die Kompetenzbereiche mathematisches Fachwissen und mathematikdidaktisches Wissen zukommen, die nicht isoliert, sondern miteinander verschränkt erarbeitet werden. Fachkompetenz allein reicht nicht aus, ist aber unabdingbare Voraussetzung für solides didaktisches Verständnis.


In meinen Veranstaltungen sollen die Studierenden eigene handlungspraktische Erfahrungen sammeln, wie guter Unterricht gestaltet werden kann. Dazu gehört die eigenständige Beschäftigung mit Aufgabenstellungen und Lerninhalten, die Kommunikation und Zusammenarbeit der Studierenden miteinander, die Präsentation von Lernwegen sowie die Reflexion über Vorgehensweisen und Resultate.
Ich orientiere mich am Konzept des "Forschenden Lernens", das Wissenschaft als Prozess der "theoriegeleiteten Beobachtung und theorieentwickelnden Reflexion" versteht, an dem die Studierenden beteiligt werden. D.h. die Studierenden setzen sich eigenständig mit Mathematik auseinandersetzen und arbeiten aktiv an Forschungsprojekten mit. So entwickeln sie nicht nur fundiertes Wissen, sondern auch eine positive Einstellung zum Fach Mathematik.


Literatur


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